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Melatonin: Das „Schlafhormon“ aus der Dose

Beliebt, aber nicht harmlos. Was Melatonin macht, wovor Fachleute warnen und was du stattdessen tun kannst.

Melatonin-Gummibärchen, Melatonin-Spray, Melatonin-Tropfen: Das „Schlafhormon“ gibt es inzwischen überall. Viele nehmen es wie Vitamine. Bevor du zugreifst, lies hier, worauf du dich einlässt. Eine Kaufempfehlung gibt es hier bewusst nicht.

Was ist Melatonin?

Melatonin bildet dein Körper selbst. Wenn es abends dunkel wird, steigt der Spiegel an. Das Hormon sagt deinem Körper: Es ist Nacht. Es ist also eher ein Zeitgeber als ein Schlafmittel. Es macht dich nicht einfach müde wie eine Schlaftablette.

Wann hilft Melatonin?

Am besten untersucht ist Melatonin bei Jetlag und bei Menschen, deren innere Uhr verschoben ist. Bei älteren Menschen mit Schlafstörungen gibt es ein zugelassenes Medikament mit Melatonin, das die Ärztin oder der Arzt verschreibt. Bei ganz normalen Einschlafproblemen ist die Wirkung meist klein.

Was sagen die Fachleute?

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) rät, melatoninhaltige Nahrungsergänzungsmittel nicht unkritisch zu nehmen, vor allem nicht über längere Zeit. Die Gründe:

Mögliche Nebenwirkungen sind zum Beispiel Kopfschmerzen, Schwindel und Müdigkeit am nächsten Tag.

Mein Rat: Wenn du über Melatonin nachdenkst, weil du schon länger schlecht schläfst, sprich zuerst mit deiner Ärztin oder deinem Arzt. Schlechter Schlaf hat eine Ursache, und die gehört abgeklärt.

Was du stattdessen tun kannst

Dein Körper stellt Melatonin selbst her. Du kannst ihm dabei helfen:

Stand: September 2026 · Iris Menzer, Schlafberaterin (keine Ärztin, keine Heilpraktikerin). Dieser Artikel dient der Information und ersetzt keine ärztliche Diagnose oder Behandlung.